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Corporate Governance


US-amerikanische Regelungen

Durch die Notierung der SGL-Aktien an der New York Stock Exchange (NYSE) unterliegt SGL Carbon auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen einschließlich den Regeln der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahr 2002 erlassenen Sarbanes-Oxley Act (SOA).

Der Sarbanes-Oxley Act will das Vertrauen der Anleger in die globalen Kapitalmärkte und den Schutz der Anleger stärken. Die entsprechenden Regelungen erweitern insbesondere die Verantwortlichkeiten des Managements und des Prüfungsausschusses (Audit Committee) des Aufsichtsrats. Die Anforderungen an die Genauigkeit und Vollständigkeit von veröffentlichten finanzwirtschaftlichen Informationen wurden verschärft. Die Offenlegungs- und Prüfungspflichten wurden erweitert.

Entsprechend der Bestimmungen des Sarbanes Oxley Acts haben wir ein Offenlegungskomitee (Disclosure committee) eingerichtet, das die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften und die Effizienz des internen Kontrollsystems überwachen soll. Zusätzlich werden interne Vollständigkeitserklärungen von allen Unternehmenseinheiten eingeholt, in denen die verantwortlichen Manager u.a. die Korrektheit ihrer Berichterstattung bestätigen. Neben der Aussage zur korrekten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage umfassen diese Bestätigungen auch die Überprüfung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der lokalen Kontrollsysteme in den Unternehmenseinheiten. Damit schaffen wir die Basis für die Berichterstattung des Vorstandsvorsitzenden und den Finanzvorstandes, die nach den Vorschriften des SOA mit dem Jahresbericht 20-F bei der SEC einzureichen ist.

Unsere eigenen Corporate Governance Grundsätze wurden erweitert, um die Vorgaben des Sarbanes Oxley Acts im Hinblick auf den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie die Beziehungen zum Abschlussprüfer zu erfüllen. SGL Carbon hat auch verbindliche Verhaltensrichtlinien (Code of Business Conduct and Ethics) für Vorstand, Senior Officers und alle Mitarbeiter des Unternehmens eingeführt.

Zusätzliche Anforderungen des SOA, die für SGL Carbon ab der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2005 wirksam werden, verlangen Bestätigungen hinsichtlich der internen Kontrollen im Rahmen der Finanzberichterstattung („Internal Controls over Financial Reporting“). Diese müssen vom Management auf der Grundlage einer Überprüfung dieser Kontrollen gewonnen werden. Die zusätzlichen Anforderungen verlangen auch, dass der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit sowie die Überprüfung der internen Kontrollen durch das Management testiert.

SGL Carbon hat den Sarbanes-Oxley Act zum Anlass genommen, die bestehenden internen Berichts- und Kontrollprozesse zu überprüfen und diese – soweit notwendig und angemessen – weiter zu optimieren.


Unterschiede zwischen deutschen und NYSE Corporate Governance Standards (englische Fassung)